Wenn man sich nach eine Low-Fat-Diät ernährt, taucht oft die frage auf: Ist Butter oder Margarine gesünder?

Rechnet man nur die Kalorien oder die gesamte Fettaufnahme, sind sowohl Butter als auch Margarine mit etwa 35 kcal (Kalorien) oder 4 Gramm pro Teelöffel zu rechnen., Aber ist eines der beiden besser oder schlechter? Dazu muss man genauer hinsehen.

Butter

Butter ist ein tierisches Produkt mit einem hohen Anteil an gesättigten und ungesättigten Fetten und Cholesterin, das zum Herzinfarktrisiko und zur Gefahr von Herzerkrankungen beiträgt. Auch wegen kleiner Restmengen von Hormonen und Antibiotika aus der Viehzucht kann man Vorbehalten gegen Butter haben. Als Vorteil von Butter zählt der hohe Gehalt der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K.

Margarine

Margarine wird aus Pflanzenöl hergestellt, enthält wenig gesättigte Fettsäuren und kein Cholesterin. Weil aber flüssiges Pflanzenöl in der Herstellung der Margarine gehärtet wird, enthält sie viele Transfette. Transfette sollen nicht nur den HDL-Cholesterinspiegel der “schlechten” Cholesterin erhöhen, sonder auch das “gute” Cholesterin absenken, das die Wände der Blutgefäße vor Verstopfung schützt. Transfette sind also schlechter als gesättigte Fette.

Light-Aufstriche

Zum Glück gibt es genügend “leichte” Brotaufstriche und Margarinesorten auf dem Markt, die frei von Transfetten sind. Einige dieser Aufstriche enthalten auch Pflanzensterine und -stanole, die die Aufnahme von Cholesterin aktiv blockieren. Solche Aufstriche sind eine gesündere Alternative zu Margarine und Butter.

Braten

Das Hauptproblem der leichten Aufstriche und Margarine ist ihre schlechte Eignung zum Braten. Weil sie mit nur 25 Prozent Fett wesentlich weniger Fett enthalten als Butter und Margarine mit deren 80 Prozent, sind sie für die meisten Rezepte ungeeignet. Herzfreundliche Alternativen sind Rapsöl oder Olivenöl.

Backen

Herkömmliche Butter und Margarine sorgen beim Backen für Geschmack und Farbe und darum schwer zu ersetzen. Öle sind kein Ersatz, weil sie sich mit den anderen Zutaten nicht ähnlich verbinden. Keksrezepte gelingen kaum mit Öl, während bei Muffins oder Kuchen kein Nachteil zu erwarten ist. Fruchtpürees, Sauerrahm und Joghurt können in manchen Fällen an Stelle von Butter und Margarine verwendet werden, aber das Ergebnis wird meist weniger flaumig und recht “fest” sein.

Der sanfte Kompromiss

Die Empfehlung geht also in Richtung “Margarine statt Butter”, weicher statt harter Fette und Pflanzenölen statt tierischen Fetten. Der Erfolg beim Backen lässt sich aber dann doch nur mit einer guten Portion Butter erzielen. Da muss man dann halt erproben, ob nicht auch ein bisschen weniger Butter als im Rezept angegeben auch genügt.